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Plattdüütsche Theoter för jeedeen

Jedes Jahr zu Pfingsten führt die Hemmingstedter Laienspielgruppe ein neues Stück im Festzelt auf dem Schützenplatz auf. Das hat inzwischen echte Tradition und feiert dieses Jahr bereits 33-jähriges Jubiläum. Dabei sind die Stücke stets nicht ganz ernstgemeint und größtenteils „op platt“.

Die Liebe zur plattdeutschen Sprache und der Spaß an der Sache machen die Laienspielgruppe aus und sind auch nach 42 Jahren noch ein Erfolgsgarant! Stücke wie „Die Zwangseinquartierung“, „Opa stürmt das Internet“ oder der aktuelle Bühnenkracher „Die Landeier“ von Frederik Holtkamp bleiben nachhaltig in Erinnerung und sorgen unter Zuschauern und Schauspielern gleichermaßen für Heiterkeit.
Wiederholungen gibt es allerdings nicht. Jedes Jahr wird ein neues Stück gewählt, auf Dithmarscher Platt umgedichtet und ab Herbst zunächst einmal, später bis zu dreimal wöchentlich im Sportzentrum einstudiert. Dabei stehen das gute Engagement, der Zusammenhalt und die Leidenschaft der Darsteller stets im Mittelpunkt.

Angefangen hat alles 1975 als sich der Verein aus Teilen des damaligen Gesangsvereins und anderen Gleichgesinnten entwickelte. „Wir spielten damals erste Sketche und kleine Stücke auf Geburtstagsfeiern, daraus entstand dann die Idee die Laienspielgruppe zu gründen“, sagt Gründungsmitglied Juliane Jeske, die auch heute noch aktiv ist. Angefangen haben die Laienspieler mit 10 Mitgliedern und konnten diese Zahl über die Jahre sogar auf heute 15 aktive und 10 passive Mitglieder ausbauen – von 15 bis 80 Jahren ist alles dabei. Auf den Generationsunterschied sind die Laienspieler besonders stolz: „Bi uns kummt jung un oolt tosomen um Theoter to spelen“, so Jeske.

Die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern hat den Mitgliedern in der Vergangenheit besonders viel Freude bereitet und wird auch in Zukunft angestrebt. Generell ist der Verein immer offen für neue Mitglieder und „wer sich nicht traut zu spielen – Helfer brauchen wir immer!“, sagt Mathias Doose mit einem Augenzwinkern. Man braucht auch keine Angst vor der plattdeutschen Sprache zu haben: „Wem Platt nicht liegt, dem schreiben wir die Rolle auch auf Hochdeutsch um“, so Doose weiter.

Das beste Beispiel hierfür ist Melanie Roggatz. Die gebürtige Berlinerin konnte Plattdeutsch „weder schnacken noch verstahn“ als sie damals in den Norden kam und hat es erst durch die Laienspielgruppe gelernt. „Früher habe ich alle Rollen auf Hochdeutsch gespielt, heute nur noch auf Plattdeutsch“, grinst die Laienspielerin.

Ob auf Platt oder Hochdeutsch, das Wichtigste ist der Spaß an der Sache und wenn es den Zuschauern dann auch noch gefällt, ist das der größte Lohn für die Hemmingstedter Laienspieler und animiert sie immer wieder aufs Neue. Wer es dieses Jahr zu Pfingsten nicht ins Festzelt geschafft hat, braucht aber nicht traurig zu sein, denn die Laienspieler können für weitere Veranstaltungen und auch für private Feiern gebucht werden. „Die Lust zum Spielen ist immer da!“, heißt es einstimmig.

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2017-08-08T11:36:36+00:00